Gänsedaunen

Zur kalten Jahreszeit vor Kälte geschützt sein und dabei die eigene Wärme speichern. Das Prinzip nutzen insbesondere Gänse, um für kaltes Wasser und natürlich kalte Tage gewappnet zu sein. Hierbei helfen ihnen die Daunen, welche – geschützt durch ein wasserabweisendes Gefieder – den Körper in wohlige Wärme hüllen.

Seit jeher gehören Gänsefedern zu Kissen- oder Bettenfüllungen. Man kennt diese oft auch von Omas bauschigen Bettdecken und Kissen.

Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die Gänsedaunen selbst keine Wärme speichern können. Wie auch, sie sind ja gerade mal so große wie eine 1-Euro-Münze. Gänsedaunen können nur in der Masse Wärme aufnehmen und isolieren. Sie speichern die Körperwärme des Menschen in den Zwischenräumen ihrer Verästelungen und bieten damit die Grundlage für ein kuscheliges Bett, bei dem es dann auch keine kalten Füße gibt.

Bei einer guten bis sehr guten Qualität können Decken oder Kissen mit Gänsedaunenfüllung bis zu 15 Jahre halten. Die setzt jedoch gute Pflege und regelmäßige Lüftung voraus. Für die Pflege gibt es spezielle Daunenshampoos im Einzelhandel.

Besonders gut sind Betten- und Kissenfüllungen mit einer Mischung aus verschiedenen Daunen. Hier werden Gänsedaunen, Hühnerfedern und Entendaunen zu einer Füllung zusammengestellt. Oft findet man im Einzelhandel auch Kissen- oder Bettenfüllungen, die aus einer Mischung von Echtdaunen und Kunstdaunen bestehen. Das ist zwar für den Geldbeutel sehr attraktiv, da die Kunstfasern in der Herstellung sehr preiswert sind, jedoch leidet darunter die Qualität da Kunstfasern wesentlich weniger Wärme speichern können.

Für Allergiker ist es übrigens von Vorteil, wenn die Inletts sehr dicht gewebt sind, damit keine Daunen entweichen können.

Auch der Tierschutz muss bei der Beschreibung der Gänsefedern erwähnt werden. Es gibt zahlreiche unseriöse Farmen, die Gänse bei lebendigem Leib rupfen. Die Schmerzen, welche die Tiere dabei aushalten müssen sind unvorstellbar, hinzukommt psychischer Stress. Beim Kauf sollten Sie deshalb Augenmerkt auf die Herkunft und Zertifikate richten. Diese stehen dafür, dass die Daunen über den sogenannten Totrupf, also nach der Schlachtung, gewonnen werden.